{"id":46,"date":"2015-11-19T17:27:41","date_gmt":"2015-11-19T16:27:41","guid":{"rendered":"https:\/\/gbfold.artesmedia.ch\/?page_id=46"},"modified":"2015-11-23T15:50:32","modified_gmt":"2015-11-23T14:50:32","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/gbfold.artesmedia.ch\/?page_id=46","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<h1>Geschichte der B\u00fcndner Bergf\u00fchrer<\/h1>\n<p>Am besten geeignet, einen Einblick in die Geschichte der B\u00fcndner Bergf\u00fchrer zu erhalten, ist das Werk <strong>\u201eB\u00fcndner Bergf\u00fchrer\u201c<\/strong> von Hans Philipp, Pontresina und Ren\u00e9 Matossi, St.Moritz. Es ist eine interessante und informative Dokumente- und Materialiensammlung zur Geschichte des F\u00fchrerwesens im Kanton Graub\u00fcnden.<\/p>\n<p>Erschienen ist das Buch 1996 im Verlag Emil Sutter-Lehmann, 3818 Grindelwald. Bezogen werden kann es bei den Autoren oder im Buch-Fachhandel.<\/p>\n<p>Als kleinen Vorgeschmack f\u00fchren wir hier das <strong>Geleitwort <\/strong>der Autoren auf, das jedoch ein Studium der Literatur nicht ersetzen kann:<\/p>\n<hr \/>\n<blockquote><p>Die vorliegende Schrift ist eine Dokumentation \u00fcber die Entstehung und Geschichte des B\u00fcndner Bergf\u00fchrerwesens ab ungef\u00e4hr Mitte des neunzehnten Jahrhunderts. Sie kann nicht den Anspruch der Vollst\u00e4ndigkeit f\u00fcr sich beanspruchen, sondern muss eher als ein Versuch gewerten werden.<\/p>\n<p>Es ist nicht leicht, aus Recherchen aller Art ein Ganzes bilden zu wollen. Dessen sind sich die Autoren und Mitarbeiter bewusst. Zwangsl\u00e4ufig m\u00fcssen sich da L\u00fccken und wahrscheinlich auch Fehler einschleichen. Wir haben versucht, aus den vorhandenen Unterlagen soviel als m\u00f6glich aneinander zu f\u00fcgen und daraus eine verst\u00e4ndliche, in chronologischer Reihenfolge erz\u00e4hlte Geschichte zu schreiben. Viele uns zur Verf\u00fcgung stehenden Unterlagen konnten nicht bis ins letze Detail nachgepr\u00fcft werden. Aber selbst bei solchen aus verschiedenen Quellen, die dasselbe Thema behandelten, zeigten sich Ungereimtheiten und es war oft unm\u00f6glich zu eruieren, welche Angaben nun die richtigen waren. Aus diesem Grund m\u00fcssen wir die Leser um gef\u00e4llige Nachsicht bitten.<\/p>\n<p>Im F\u00fchrerverzeichnis haben wir bewusst nur verstorbene Kameraden aufgelistet, und auch hier nat\u00fcrlich nur soweit es uns \u00fcberhaupt m\u00f6glich war. Es ist uns ein Anliegen, dieser tapferen M\u00e4nner zu gedenken. Es lag in unserer Absicht, damit die Erschliessung unserer B\u00fcndner Gebirgswelt f\u00fcr kommende Generationen etwas n\u00e4her zu beleuchten.<\/p>\n<p>Ein heikles Thema war die Auslese von Lebensbildern. Wir haben uns bem\u00fcht, nicht nur \u201egrosse\u201c, bekannte Bergf\u00fchrer in Text und Bild vorzustellen, sondern soweit wie m\u00f6glich fl\u00e4chendeckend solche aus dem ganzen Kanton zu ber\u00fccksichtigen. Nat\u00fcrlich durften bedeutende F\u00fchrer nicht unerw\u00e4hnt bleiben, weil sonst die Geschichte verf\u00e4lscht w\u00fcrde. Alle nicht extra beschriebenen Kameraden h\u00e4tten es ebenfalls verdient, in dieser Rubrik ber\u00fccksichtigt zu werden, sie haben selbstverst\u00e4ndlich ebenfalls ihren Teil zur Geschichte der F\u00fchrerei beigetragen. Das h\u00e4tte aber den Rahmen dieses Buches gesprengt.<\/p>\n<p>Zur Geschichte der Bergf\u00fchrer geh\u00f6ren aber auch verdienstvolle Wissenschaftler und Alpinisten, wie zum Beispiel Pater Placidus a Spescha aus Disentis oder der Erstbegeher des Piz Bernina, Johann Coaz, der nachmalige eidgen\u00f6ssische Oberforstinspektor aus S-chanf und sicher noch andere. Einer der ersten wirklichen B\u00fcndner Bergf\u00fchrer war wahrscheinlich der Gemsj\u00e4ger Gian Marchet Colani aus La Punt, wohnhaft in Pontresina, der angeblich zwei Jahre vor seinem Tod, im Jahre 1835, zusammen mit dem Glarner Bergf\u00fchrer Madutz, die Herren P. Flury und Meuli und den Wissenschaftler Professor O. Heer zum Ostgipfel des Piz Pal\u00fc f\u00fchrte.<\/p>\n<p>Die allererste Generation der F\u00fchrer hatte noch keine Gelegenheit, sich in diesem Beruf ausbilden zu lassen. Sie wollten es auch nicht unbedingt. Wir verweisen hier auf den Widerstand dieser alten Garde, als es darum ging, am Ende des Jahrhunderts ein Bergf\u00fchrergesetz in Kraft zu setzen, worin nat\u00fcrlich auch die Pflicht zur Absolvierung eines F\u00fchrerkurses als Voraussetzung zur Erlangung des Bergf\u00fchrerpatentes vorgesehen war.<\/p>\n<p>Der im Jahres 1863 gegr\u00fcndete Schweizerische Alpenclub hat sich von Anfang an mit dieser Problematik auseinandergesetzt. Der Kanton Wallis und das Berner Oberland waren hier bahnbrechend. Sie kannten die Pflicht zum Besuches eines Kurses f\u00fcr angehende Bergf\u00fchrer lange vor den B\u00fcndnern.<\/p>\n<p>Der erste B\u00fcndnerische Bergf\u00fchrerkurs, veranstaltet durch den Schweizerischen Alpenclub, fand nach unseren Unterlagen im Jahre 1868 unter der Leitung von Johann Coaz im Engadin statt.<\/p>\n<p>Weitsichtige M\u00e4nner sahen die Notwendigkeit ein, die wildwuchernde F\u00fchrerei in gelenkte Bahnen zu leiten. Im Grossen Rat des Kantons Graub\u00fcnden wurde in dieser Hinsicht im Jahre 1899 die Motion T\u00f6ndury eingereicht.<\/p>\n<p>Es sollte noch ein dornenvoller Weg werden, bis endlich im Jahre 1907 das erste kantonale Bergf\u00fchrer-Gesetz in Kraft treten konnte. Der erste kantonale Bergf\u00fchrerkurs fand noch im selben Herbst in Pontresina mit 76 Bewerbern statt. Dessen technische Leiter waren Martin Schocher aus Pontresina und Christian Zippert aus La Punt.<\/p>\n<p>Pontresina, im Juni 1996<br \/>\nHans Philipp\/Ren\u00e9 Matossi<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geschichte der B\u00fcndner Bergf\u00fchrer Am besten geeignet, einen Einblick in die Geschichte der B\u00fcndner Bergf\u00fchrer zu erhalten, ist das Werk \u201eB\u00fcndner Bergf\u00fchrer\u201c von Hans Philipp, Pontresina und Ren\u00e9 Matossi, St.Moritz. 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